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Das Team am Dach des Atomkraftwerkes

Das Team am Dach des Atomkraftwerkes

Kernzelle eines Brennstabes

Kernzelle eines Brennstabes

Turbine des Atomkraftwerks

Turbine des Atomkraftwerks

Das Team in der Kommandozentrale

Das Team in der Kommandozentrale

Erneuerbare Energien versus Atomkraft

ENERPRO besucht Atomkraftwerk Zwentendorf

Am 15. Juli 2011 machte sich das Team von ENERPRO gemeinsam mit Partnern (Daniel Hörmann und Bruno Hintersteiner) auf dem Weg nach Zwentendorf, um das stillgelegte Atomkraftwerk (AKW) zu besichtigen.

Wie es zum Atomkraftwerk Zwentendorf kam

Im Jahre 1971 beschloss die damalige Regierung einen Energieplan der vorsah 3 Atomkraftwerke in Österreich zu bauen. Neben Zwentendorf sollten an weiteren Standorten (St. Pantaleon-Erla in Niederösterreich sowie St. Andrä in Kärnten) Atomkraftwerke installiert werden, um eine Gesamtleistung von 3.300 MW zu installieren. Im April 1972 begann der Bau des 700 MW Atomkraftwerkes Zwentendorf. 4 Jahre später (1976) war das Atomkraftwerk fertiggestellt.


Wie Zwentendorf nun doch Strom erzeugt

Unter der Regierung von Bruno Kreisky wurde am 5. November 1978 eine Volksabstimmung durchgeführt. Dabei entschied sich die österreichische Bevölkerung mit 50,47 % gegen die Atomenergie in Österreich und somit gegen die Inbetriebnahme des bereits fertiggestellten Atomkraftwerks Zwentendorf. Umgerechnet an die 650 Mio. Euro kostete der Bau des Atromkraftwerks. Heute ist Zwentendorf im Besitz der EVN und erzeugt jährlich 180.000 kWh Strom durch 300 Photovoltaikmodule, die an der Fassade und am Dach des Reaktorgebäudes angebracht sind. Weiters wurden rund 700 Photovoltaikelemente im angrenzenden Freigelände installiert. Auf diesem Wege produziert das Atomkraftwerk Zwentendorf nun doch Strom für Niederösterreichs Haushalte, jedoch auf nachhaltige Art und Weise.


Interessantes Detail am Rande

Das Atomkraftwerk wurde rund 8 Jahre lang im Stand-by betrieben, sodass ein Hochfahren des Reaktors binnen einen Tag möglich war und die volle Leistung erbracht werden konnte. Dies verdeutliche, dass Österreich sehr knapp der Atom-Energie entkam und sich gegen Atomkraft in Österreich entschied.

Die Besichtigung verdeutlichte AKW-Unfall von Fukushima

Der Rundgang im Atomkraftwerk verdeutlichte die Funktionsweise und den Aufbau des Reaktors. Weiter´s wurde deutlich wie es zu der Katastrophe in Fukushima kommen konnte und welche Komponenten im Reaktor betroffen waren. Neben der Warte, in dem die zentrale Steuerung des Atomkraftwerks stattfand, konnte ebenso das Reaktorgebäude mit den Brennstäben, die Steuerstabsantriebe, die Turbine und der Sicherheitsbehälter besichtigt werden. Ausklang fand der Ausflug bei einem gemütlichen Heurigen, bei dem noch über die Atomkraft mit Einheimischen diskutiert wurde.

 

 


Weitere Details zum Atomkraftwerk unter www.zwentendorf.com
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